Dr. Herbert Schnell Frankfurt, den 31.05.2011
Bericht über die Sitzung der Steuerungsgruppe am 12./13.05.2011 in North-Lanarkshire, Council
Schottische Seite: QIO International Education Dalzell, N.-L. Council; QIO Therese Henery; QIO Jim Beers, HT Ian Summerville, Representatives of ML-Department, Frau Borgmann, Goethe-Institut, Glasgow
Deutsche Seite: LSAD Kipp, Staatliches Schulamt Gießen; LSAD Heckerodt, Staatliches Schulamt Gießen; stellv. Direktor a.e.G. Lückel, Vogelsbergschule Schotten, Frau Hennes, Fachbereich Englisch, Vogelsbergschule Dr. Döbrich, DIPF, Dr. Schnell, Frankfurt
Donnerstag, 12. Mai
1. Die deutsche Delegation wird zur Clyde Valley High School gebracht. Nach der offiziellen Begrüßung durch QIO Robert Dalzell und den Schulleiter Ian Sommerville wird das Tagungsprogramm durchgesprochen und von beiden Seiten akzeptiert. Im Rahmen des Vorgesprächs werden die Erfahrungen mit dem Besuch der deutschen Schulleiter in NL im Rahmen des Shadowing-Projektes ausgetauscht und über die Frage des Gegenbesuches diskutiert. Zeitpunkt und Personen stehen noch nicht fest. Die schottische Seite ist gehalten, die dazugehörigen Schritte einzuleiten. Der Gegenbesuch im Rahmen des QUILL-Projektes in Hessen wird besprochen. Es ist der Abschlussbesuch im Rahmen des gesamten Projektes und wird die Bearbeitung des Abschlussberichtes im Mittelpunkt haben.
2. Early Years presentation und discussion - Therese Henery
Der Vortrag wird im Blog veröffentlicht. Es gibt für die Altersgruppe der 0-5 Jährigen 56 Vorschulklassen, sieben Vorschulen, 17 Vorschulzentren und fünf Vorschulklassen in Schulen für Behinderte. Weiterhin gibt es 41 Einrichtungen im Schulbereich für 3-5 Jährige, die auf dem freiwilligen und vom Staat unabhängigen Sektor arbeiten.
Es gibt ca. 4200 Vollzeitplätze und 8400 Teilzeitplätze.
In der Diskussion wird nach der Ausbildung der in diesen Einrichtungen arbeitenden Mitarbeiterinnen gefragt. Es gibt im Unterschied zu unserer Ausbildung (Erzieher/innen; Sozialpädagogen/innen) keine derartige Ausbildung. Allerdings gibt es Qualifikationskurse. Das Problem sind die Zeiten, da in der Regel die Aufnahme der Kinder erst um 9:30 Uhr stattfindet und bei den Teilzeitplätzen um 12:30 Uhr endet. Das Council ist bemüht, den SVorschulbereich qualitativ und quantitativ zu verbessern (s.a. "Summary of the service plan for learning and leisure service 2010).
3. Besuch der Fremdsprachenabteilung (ML-Department)
Die deutsche Gruppe erhält die Gelegenheit, eine Unterrichtsstunde im zweiten Jahr zu besuchen (entspricht in etwa unserem achten Schuljahr). 10 Schüler/innen sitzen mit einer Lehrkraft an zusammengestellten Tischen und bearbeiten gemeinsam vorbereitete Fragen und Antworten. Weitere drei Schüler/innen sitzen gesondert an Tischen und arbeiten still.
Zur Frage der Lehrerausbildung in den Fremdsprachen wird auf die Möglichkeit verwiesen, dies im Internet nachzulesen. Nach Aussagen der beteiligten Lehrkräfte waren früher zwei Fächer vorgeschrieben z.B. Deutsch und Französisch und ein Praktikum im Ausland von mindestens drei Monaten bis zu einem Jahr während des dreijährigen Studiums. Heute gibt es nur noch eine Ausbildung in einem Fach und kein Praktikum mehr. Das Lehramtsstudium wurde de facto in das praktische Jahr an der Schule verlegt.
An den Schulen gibt es das Problem, dass die Schüler nach dem Einführungsjahr für zwei Jahre Fächer wählen können, d.h. sie können, müssen aber nicht, auch Fremdsprachen wählen. Mit der Wahl verpflichten sie sich für zwei Jahre, den Unterricht in diesem Fach zu besuchen. Danach könne sie für die letzten beiden Jahre neu wählen, das kann das gleiche Fach sein, können aber auch ganz andere Fächer sein. In den Fremdsprachen sinkt in der Regel die Beteiligung in der letzten beiden Jahren.
4. Nach der Mittagspause findet die Kommunikationsphase mit dem Marratech-Programm mit Schülern/innen der Vogelsbergschule statt. Aufgrund der Zeitverschiebung gab und gibt es immer wieder Terminschwierigkeiten. Die Schüler/innen bemühten sich, sich gegenseitig vorzustellen, redeten kurz über das Wetter und die Schule. Die Kommunikationsphase war aber insgesamt mit 20 min zu kurz. Trotzdem hatte man den Eindruck, dass ihnen der persönliche Kontakt wichtig war. Es wurde vereinbart, persönlichen Kontakte über E-Mail und den Blog zu vertiefen.
5. Treffen im Goethe-Institut Glasgow
Frau Borgmann begrüßt die Teilnehmer und berichtet über die Aktivitäten des Goethe-Instituts und insbesondere die Kontakte und kleineren Projekte mit der Clyde Valley High School. Insbesondere der Auftritt zweier deutscher Kleinkünstler an der Schule stieß auf große Begeisterung, weil gezeigt wurde, wie rasch über eine musikalische Botschaft auch Sprache vermittelt werden kann. Das Goethe-Institut ist an einer Fortsetzung des Projektes interessiert.
Freitag, 13. Mai
Das Programm wird im Council fortgesetzt.
6. Parent Voice presentation – Jim Beers
Aufgrund der Gesetzeslage stehen den schottischen Eltern eine Reihe von Beteiligungsrechten zu, die sich im wesentlichen wenig von denen des hessischen Gesetzes über die Elternmitbestimmung unterscheiden. Eine Ausnahme ist die starke Vertretung der Eltern in Schottland bei der Auswahl von Schulleitungsmitgliedern und Schulleitern. Hier sind sie aktiv in den Auswahlgremien vertreten.
Der Vortrag wird in den Blog gestellt.
7. Vorbereitung des Abschlussberichtes
Sehr ausführlich und detailliert wird der Entwurf des Abschlussberichtes (R. Dalzell) besprochen, die Abgrenzungen zu den jeweiligen Regionalberichten werden verdeutlicht. PD und HS legen Wert darauf, dass sie eine Dokumentation des Projektes vorlegen werden. Abschließend wird noch einmal der Besuch der schottischen Seite in Hessen Anfang Juni gesprochen.
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